Eine Alpenüberquerung für Einsteiger

Eine Alpenüberquerung für Einsteiger sollte Lust auf mehr machen. Für die erste Alpenüberquerung von Anita habe ich deshalb nach einer nicht zu schweren Strecke mit Ziel am Gardasee gesucht. Die Pässe sollten möglichst fahrbar und die Landschaft reizvoll sein.

Transalp 2014

342 km, 8749 Höhenmeter, 8 Tage gefahren, 1 Tag Krank, 5 Pässe,
Höchster Punkt: Zeblasjoch 2539m

17.  – 25. August 2014

Der Tourverlauf einer Alpenüberquerung für Einsteiger
Verlauf der Tour von St. Anton über den Reschenpass zum Gardasee
Das Höhenprofil der Tour von St. Anton über den Reschenpass zum Gardasee ist Einsteiger geeignet
Höhenprofil der Tour von St. Anton über den Reschenpass zum Gardasee

1. Tag

 12 km – 499 hm – 1:15 Std in Bewegung
St. Anton 1248m – Verwalltal – Konstanzer Hütte 1688m

Unsere Tour startet in St. Anton. Das hat den Vorteil, dass wir nach der Rückfahrt mit dem Zug vom Gardasee das Auto in Innsbruck stehen haben und direkt heimfahren können. Das haben wir 2009 bei einer anderen Tour schon einmal so gemacht und alles hatte gut geklappt.

Damals war das meine erste Alpenüberquerung und ich musste mich um keine Zugverbindung kümmern. Aber dieses Mal ist es anders. Ich hätte wissen müssen, dass wir die Radmitnahme von Innsbruck nach St. Anton reservieren müssen.

Nun denn, so hatten wir endlich einmal genügend Zeit um uns Innsbruck anzusehen.

Bevor es mit der Alpenüberquerung für Einsteiger losgeht besichtigen wir noch Innsbruck
Die Fußgängerzone in Innsbruck

Bis wir in St. Anton ankommen, ist der erste Tour Tag schon fast vorbei. Es ist 17:00 Uhr, als wir unsere Räder in St. Anton aus dem Bahnhof schieben. Mein Plan, auf der Heilbronner Hütte zu übernachten, hat sich damit erledigt.

Wir haben nun die Möglichkeit gleich in St. Anton zu übernachten oder, sicher die bessere Idee, zu versuchen auf der Konstanzer Hütte ein Bett zu bekommen. Das klappt dann auch und wir rollen entspannt auf feinem Schotter durch das Verwalltal der Hütte entgegen.

Eine Mountainbikerin bei der Alpenüberquerung für Einsteiger
Im Verwall auf dem Weg zur Konstanzer Hütte

Die Hütte ist gut belegt. Für uns findet sich ein Platz im Mehrbettzimmer.

Konstanzer Hütte
+43 0664 73 84 46 82
konstanzerhuette@infobolter.at

2. Tag

39 km – 1297 hm – 6:00 Std in Bewegung
Konstanzer Hütte 1688m – Schönverwalltal – Verbellener Winterjöchli 2280m –  Zeinisjoch 1842 – Paznauntal – Fimbertal – Berggasthof Bodenalpe 1848m

Der Tag beginnt mit gut fahrbarer Piste durchs schöne Faraschtal. Aber schon bei der Schönverwallhütte wird der Weg schwieriger, der Bach Rosanna und die Kühe haben das Gelände weich gemacht, aber noch kann man immer wieder mal fahren. Am „Ochsasteg“, welcher über die Rosanna führt, ist dann aber Schluss damit.

Eine Bikerin fähr früh am Morgen durch das Faraschtal
Früh am Tag durch das Faraschtal

Erst bei den Scheidseen, in Sichtweite zur Heilbronner Hütte kommen wir wieder aufs Rad. Wir gönnen uns auf der Hütte eine Pause und fahren anschliesend, ohne es zu bemerken, über den ersten Pass auf der Tour, das Verbellener Winterjöchli.

Eine Hochebene in den Bergen mit Scheidsee und Heilbronner Hütte im Hintergrund
Scheidsee und Heilbronner Hütte

Es geht nun flott am Verwallbach entlang Richtung Tal. Nach fünf Kilometern verlassen wir die Piste und fahren auf einem schönen Wanderweg zum Zeinisjochhaus. Es gibt hier einen großen Parkplatz und eine Bushaltestelle, entsprechend viel Menschen sind unterwegs. Wir fahren direkt weiter. Beim unscheinbaren Zeinisjoch überqueren wir die Wasserscheide und sind bald darauf auf einem schönen Trail, immer bergab, unterwegs nach Landle-Galtür.

Eine Bikerin auf dem Weg zum Zeinisoch
Auf dem Weg zum Zeinisjoch

Wir sind nun im Paznauntal. Der Trail wird zum Radweg und der Bach heißt nun Trisanna. Und immer noch bergab bis Ischgl. Diesen Ort muss man nicht gesehen haben, beim nächsten Mal einfach dran vorbei fahren.

Wir wollen heute noch ins Fimbertal, im Berggasthof Bodenalpe können wir übernachten.

Bei der Alpenüberquerung für Einsteiger übernachten wir im Berggasthof Bodenalpe
Der Berggasthof Bodenalpe

Von Ischgl aus, der Ort liegt auf 1385 m, geht es sofort steil und dann nur noch hoch. Unser Quartier liegt auf 1848 m. Eine Schinderei.

Berggasthof Bodenalpe
+43 5444 5285
info@bodenalpe.com

3. Tag

31 km – 1193 hm – 4:43 Std in Bewegung
Berggasthof Bodenalpe 1848m – Zeblasjoch 2539m – Samnauntal – Nauders 1394m

Über Nacht hat es abgekühlt und der Nebel hängt tief im Tal.

Nur die Bergspitzen ragen aus dem Nebelmeer
Der Nebel liegt im Tal

Auch von der Bodenalpe geht es am nächsten Morgen fast sofort hoch. Keine Chance für den Körper sich einzugewöhnen. Ein kurzes Stück fahren wie noch in die Richtung zum Fimberpass, aber schon zwei Kilometer später, an der Brücke über den Fimbabach, biegen wir links ab und kurbeln weiter hoch auf einer breiten, aber dafür auch recht steilen Straße hoch zur Seilbahnstation auf den Piz Val Gronda.

Hier endet die Straße, wir klettern über einen Weidezaun und machen uns auf den Weg hoch zum Zeblasjoch auf 2539 m. Der Trail ist bergauf unfahrbar, unwegsames Gelände, von Kühen zertretener Boden und tief ausgefahrene Rinnen.

Auf der Jochhöhe, der Grenze zwischen Österreich und der Schweiz, weht ein kalter Wind. . Das extrem steile Sträßchen ins zollfreie Gebiet Samnauntal ist für Radfahrer verboten. Wir fahren natürlich dennoch ab, um zu schieben ist es einfach zu weit und auch zu steil. Es liegt feiner Schotter auf der Straße, und obwohl ich schon deshalb langsam fahre, kommen meine Scheiben-Bremsen an ihr Limit.

Eine Bikerin am Zeblasjoch
Es ist kalt am Zeblasjoch

Wir erreichen ziemlich durchgefroren Samnaun Dorf und freuen uns auf eine kleine Pause mit Kaffee und einer Kleinigkeit zu essen. An jeder Ecke gibt es Läden mit Uhren, Schnaps und Zigaretten, aber keinen Bäcker. Wir fahren bald  weiter Richtung Nauders.

Was jetzt kommt, ist neu für mich.

Unser Weg führt auf einer normalen Straße bergab. Wenig Autos, aber viel Asphalt. Unangenehm wird die Abfahrt durch mehrere kurze, dafür aber unbeleuchtete und fast rechtwinklig um die Kurve gehende Tunnels. Nach ein paar Kilometern können wir endlich die Straße wieder verlassen und in einen Trail einmünden.

Kaum sind wir auf dem Trail, verliert das Navi die Satelliten und ich bin zuerst einmal etwas orientierungslos. Nun rächt sich, dass ich keine vernünftige Karte dabei habe – „bei einer einfachen Tour ist das nicht so wichtig“ – meine Übersichtsausdrucke sind nicht hilfreich. Aus den Gefühl heraus entscheide ich mich für einen Weg, welcher nach unten führt. Bald sehen wir an einer Weggabelung mit den Richtungsangaben „Pfunds“ und „Altfinstermünz“.

Es dauert eine Weile bis ich das, was ich zwischen den Bäumen sehen kann, in Einklang bringe mit dem, was ich bei der Planung an Fotos gesehen habe. Wir sind richtig!

Die mittelalterliche Grenzbefestigung Altfinstermünz

Die mittelalterliche Grenzbefestigung Altfinstermünz

„Altfinstermünz“ ist die große Sehenswürdigkeit hier. Eine alte Festung direkt am und über dem Inn, der hier zwischen Felsen eingeklemmt mit Macht durchzieht.

Hinweisschild für eine Radlerumleitung zum Reschenpass

Wir entscheiden uns für den Bus, der uns mit den Rädern problemlos mitnimmt. In Nauders finden wir relativ rasch eine Unterkunft im Haus Sieglinde. Eine günstige Übernachtung mit einem tollen Frühstück.

Haus Siglinde – Familie Moritz
A-6543 Nauders
04573 – 87 355
haussiglinde@gmx.de

4. Tag

77 km – 508 hm – 6:42 Std in Bewegung
Nauders 1394m – Reschenpass 1507m – Etschtal – Naturns 508m

Heute gibt es eine längere Radweg- Etappe von Nauders nach Naturns. Bis zum Reschenpass sind es jetzt nur noch ein paar Kilometer und wir fahren ohne es groß zu bemerken über den Alpenhauptkamm. Schöner anzusehen als der Pass ist das Wahrzeichen des Vinschgau, der versunkene Kirchturm im Reschensee.

Der versunkene Turm im Reschensee
Der versunkene Turm im Reschensee

Viel ist sonst nicht zu sagen, wir sind den ganzen Tag auf dem gut ausgeschilderten Radweg unterwegs. Meist bergab, teilweise recht flott. In Glurns machen wir eine Pause. Ein nettes Städtchen, viele Touristen und ein Museum für Paul Flora, den großen Sohn des Ortes, das wir uns natürlich ansehen.

Ein Platz in Glurns. Radtouristen sitzen vor dem Cafe
ein Platz in Glurns

Später eine Mittagseinkehr in Laan und zusammen mit vielen anderen weiter auf dem Etschtalradweg. Einmal treffen wir auch zwei Wanderer mit Packpferden.

Wanderer mit Packpferden gehen den Etschtalradweg
Mit Packpferden auf dem Radweg unterwegs

Bei einer der schnellen Abfahrten überfahre ich mit hartem Schlag ein Hindernis und kann gerade noch rechtzeitig und mit sehr weichem Fahrgefühl am Vorderrad anhalten.

Mit ein klein wenig mehr Mühe als gestern finden wir in Naturns ein Quartier. Ich kaufe noch einen neuen Ersatzschlauch und eine Landkarte für das vor uns liegende Gebiet. Während des Abendessens geht ein schwerer Regen über uns hinweg.

Garni Brunner
St. Prokulus Str. 24
39025 Naturns
+39 0473 66 70 28

5. Tag

37 km – 1725 hm – 4:56 Std in Bewegung
Naturns 584m – Naturnser Alm 1912m – St. Pankraz 736m

Wir sammeln heute Höhenmeter. Aktuell sind wir im Vinschgau, wollen aber weiter ins Ultental. Der interessanteste Weg geht direkt über den Höhenrücken.

Alleine schon zur Naturnser Alm, wo wir die erste Pause machen, sind es schon etwas mehr als 1300 Höhenmeter am Stück. Wir kurbeln auf einer gleichmäßig steigenden Forststraße schweißtreibend hoch. Etwas lästig sind die Autos, welche einen höher gelegenen Parkplatz ansteuern und uns so immer wieder in eine nicht optimale Spur zwingen.

Blick von hoch oben ins Vinschgau
Unterwegs zur Naturnser Alm

Auf der Alm ist viel los. Wir essen etwas, fahren aber bald wieder weiter. Der Wind ist kalt und es sieht nach Regen aus.

Ein breiter Wanderweg führt weiter zum völlig unscheinbaren Vigiljoch, welches deutlich tiefer liegt als die Alm. Hundert Meter dafür biegen wir jedoch ab und weiter geht’s auf immer noch breitem Weg bergab. Weite Blicke ins Etschtal hinunter begleiten uns.

Ein weiter Blick ins Etschtal
Das Etschtal

Kurz bevor die Piste zur Straße wird, kommt noch ein kurzer anspruchsvoller Trail. Danach ist klar, dass ich jetzt sofort meine hinteren Bremsbeläge wechsle. Völlig unerwartet wird dadurch die Bremsleistung nicht besser, auch ausgiebiges einbremsen der Beläge hilft nicht.

Ohne dass ich es noch erwartet habe kommt doch noch ein schöner Weg durch den Wald.

Ein alter Bauernhof im Grünen

Zum richtig Genießen sind wir leider schon ein wenig zu müde. Das letzte Stück bis St. Pankraz geht es wieder sehr steil auf einem Sträßchen hinunter. Meine hintere Bremse jault das ganze Tal zusammen, aber ohne sie geht es auf keinen Fall.

St. Pankraz ist ein schöner und heil wirkender Ort im Ultental, wir übernachten in der Post.

Garni Hotel zur Post
Dörfl 39
I-39010 St. Pankraz / Ultental
+39 0473 787055
info@zur-post.it

6. Tag

41 km – 1488 hm – 5:12 Std in Bewegung
St. Pankraz 736m – Spitzenalm 1859m – Gampenalm 1785m – Hochmadjoch 1785m – Brez 792m

Geplant hatte ich, dass die heutige Etappe zur Haselgruber Hütte führt, aber es schaut nach Regen aus und ich möchte auf Anita´s erstem Transalp nichts riskieren.

Unser Wirt in der Post hilft mir eine alternative Route zu planen welche wir dann so auch fahren. Anfangs geht es, wie ursprünglich geplant, auf der Straße bis zum Stausee in St. Walburg. Wir überqueren die Staumauer und biegen dann links, anstatt rechts, ab in Richtung Spitzenalm.

Die Spitzenalm ist heute unser höchster Punkt. Gut fahrbar geht es auf der Forststraße hoch, nur der Hintern erfordert gelegentliche Schiebestückchen. Warm ist er heute nicht, aber gerade deshalb schwitze ich stark in meiner Softshell. Kurz vor der Alm beginnt es zu regnen.

Warm eingepackte Radler bei der Spitzner Alm
Im Hintergrund die Dächer der Spitzner Alm

Wir flüchten uns ins Innere, essen wir eine lauwarme Knödelsuppe und warten auf bessere Zeiten. Die kommen erfreulich bald und so fahren wir weiter und hinüber zur Gampenalm. Es ist nicht weit, aber der Weg ist wieder interessant.

Unterwegs auf dem Wanderweg "Spitzner Sümpf"
Unterwegs auf dem Wanderweg „Spitzner Sümpf“

Die Gampenalm liegt an einem schönen Platz. Es sind nur vier weitere Personen da und entsprechend entspannt ist das Ganze. Wir trinken einen Kaffee und genießen die Ruhe.

Eine Bikerin sitzt in der Sonne vor der Gamper Alm
Ein Platz an der Sonne vor der Gamper Alm

Der Weg bleibt nicht nur für Einsteiger interessant

Die Aleralm in Sichtweite wechseln wir wieder auf eine Piste, kommen übers Hochmadjoch welches ohne Schild nicht zu bemerken ist, und stürzen zuletzt auf breiter Piste hinunter nach Castelondo. Es ist so steil, dass ich mehrfach anhalten muss um meine Bremsen zu kühlen.

Mountainbiker am Hofmahdjoch - Passo di Castrin
Hofmahdjoch – Passo di Castrin

Im ersten Ort nach den Bergen gibt es keine Übernachtungsmöglichkeit. Wir fahren weiter in Richtung Cles. In Brez, der Ort ist noch kleiner, stoßen wir auf die Alberga Alpina, wo wir bleiben können.

Der Besitzer macht sich Sorgen wegen seiner Böden, aber da haben wir die Schuhe schon längst ausgezogen. Die Zimmer sind frisch renoviert und alles ist wirklich sehr schön. Schöne Dielen, Kachelofen, großes Bad. Angenehm und unaufdringlich eingerichtet, das Hotel eine Empfehlung an Freunde wert.

Sehr schöner Fußboden in der Alberga Alpina
Fußboden in der Alberga Alpina

Am Abend wird Anita krank und ich gehe alleine nach unten ins Restaurant. Hier erlebe ich dann eine echte Überraschung. Vom Chef werde ich gefragt, ob ich einen Tisch reserviert habe. Hallo? Wir haben vor einer Stunde bei ihm eingecheckt. Es ist nichts zu machen. Zuletzt darf ich froh sein, dass es nicht regnet. Alles was er mir anbietet, ist ein Tisch im Freien vor dem Eingang, extra für mich hingestellt.

Alberga Alpina
Piazza Municipio 23
38021 Brez
+39 0463 87 43 96
info@locandalpina.i

7. Tag

Anita geht es nicht gut. Wir bleiben eine weitere Nacht hier, damit Sie sich wieder erholen kann. Derweil regnet es draußen ununterbrochen, wir hätten eh nicht fahren können. Heute darf ich im Frühstücksraum essen.

8. Tag

53 km – 1407 hm – 4:48 Std in Bewegung
Brez 792m – Andalo Sattel 1123m – Andalo 1040m

Nach Brez geht es lange auf Straße hinunter Richtung Spormaggiore. Nach wenigen Kilometern kommen wir durch Cles und sind wieder auf der geplanten Route.

Altes Gebäude in Sporminore
In Sporminore

Erfreulicherweise werden die Sträßchen immer kleiner. In Spormattiore verlassen wir die Straße wieder und kämpfen uns auf Schotter hoch zum Andalo Sattel. Es ist bis zur Grenze der Fahrbarkeit steil, wir schieben viel. Auch bei diesem Sattel ist der Scheitelpunkt kaum zu bemerken. Dann, nur noch ein kurzes Stück bergab, und wir sind inmitten der Spaziergänger von Andalo.

Wieder einmal ein Skiort, den man nicht gesehen haben muss. Alles sehr verbaut, wir finden keinen schönen Platz zum Verweilen. Übernachtet haben wir im Hotel Allo Zodiaco.

Hotel Allo Zodiaco
0461 58 56 67

9. Tag

52 km – 633 hm – 4:16 Std in Bewegung
Andalo 1040m – Lago di Molveno – Lago di Toblino – Lago di Cavedine – Riva

Dass unser Hotel kein Wunder an Komfort und Service ist, war uns schon klar, aber der Frühstücksraum am nächsten Morgen war dann doch ein Schock. Ein Sprung in die Zukunft: Anita und Manfred im Pflegeheim, ganz ohne Übertreibung, nur schlimm.

Nach kurzer Fahrt kommen wir von oben über einige Serpentinen hinunter nach Molveno. Natürlich gibt es hier Urlauber, aber kein Vergleich zu Andalo. Molveno wirkt nett und es gibt auch ein Slow Food Restaurant, wir hätten wohl besser hier übernachtet.

Der Lago di Molveno
Lago di Molveno

Der Weg am Lago di Molveno entlang zum Wasserfall ist breit und je weiter wir kommen werden auch die Spaziergänger wieder weniger. Mit Verlassen des Sees geht es, gerade noch fahrbar, knackig hoch. Nach ein paar Kilometern kommen wir auf einer Schotterstraße hoch über dem Tal in den kleinen Ort Ranzo.

Ein Biker schaut in das Tal der Sarca
Tief unten fließt die Sarca

Die Abfahrt ist Teil eine Moser Tour

Wir fahren durch den Ort und dann auf alten, aber reparierten, teils sehr steilen, Karrenwegen durchs Val Busa hinunter zum Lago di Toblino. Direkt am Castel endet der Downhill.
(Vermutlich die Tour Nr. 11 aus dem 11er Buch von Moser)

Blick auf den Lago di Toblino
Lago di Toblino

Vom Lago di Toblino nach Sarche bleibt uns nur die schmale, viel befahrene Hauptstraße, zum Glück sind es nur zwei Kilometer. Auf Nebenwegen fahren wir zum Lago di Cavedine. Ab jetzt ist jeder Meter bekannt. Durch die Marocche, der anschließende nette Trail, über die Römerbrücke in Ceniga und zuletzt schön an der Sarche entlang nach Arco.

Unser letztes Quartier in Arco zu finden ist etwas lästig, es ist einfach viel los hier. Zuletzt kommen wir im „Al Sole“ unter. Mitten im Zentrum von Arco, klein und ganz nett.

Im Hotel Al Sole hängen viele Bilder an der Wand
Auf dem Weg zum Fahrradkeller

Hotel Al Sole
Via Foro Boario 5
38062 Arco (in der Altstadt)
+39 0464 51 66 76

Wir lassen die Rucksäcke im Hotel und fahren zur „rituellen Handwaschung“ an den Lago.

Zwei sehr zufriedene Biker sind nach ihrer Alpenüberquerung für Einsteiger am Hafen von Riva angekommen
Angekommen in Riva del Garda

Diverse Weine im „Café Italia“ in Riva runden die Ankunft ab.

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